Außenrouten am "Cube" sind frei

Alpenverein Wetzlar weiht neue Kletterwand für 250 000 Euro ein Wetzlar

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(hp). Das Kletterzentrum "Cube" der Sektion Wetzlar im Deutschen Alpenverein (DAV) ist um eine Attraktion reicher: Am Samstag wurde die neue Außenkletterwand, die für 250 000 Euro gebaut wurde, bei einem Tag der offenen Tür offiziell eröffnet.

Der 1. Vorsitzende Karlheinz Nickel hieß dazu unter den Mitgliedern, Kletterern und Besuchern Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP), Nikolaus Adora, der im DAV für das Ressort "Hütten, Wege, Kletteranlagen" zuständig ist, sowie den Vorsitzenden des Hessischen Landesverbandes, Gunnar Theiß, willkommen. "War der Bau dieser Anlage zweieinhalb Jahre nach Eröffnung des Cube ein großer Schritt für den Verein?", fragte sich Nickel.

"Aus Kletterersicht wurde es Zeit, aus Sicht des Finanzmenschen war es mutig"

"Aus Sicht des Kletterers wurde es langsam Zeit, aus Sicht des Finanzmenschen ist es mutig und für den Vereinsvorstand ist es genau der richtige Zeitpunkt, bei einem Wahnsinnsmitgliederzuwachs von 1400 auf 2600", so Nickel, der allen Beteiligten vom Vorstand über die Routenschrauber bis zum Betriebsführer Jonas Loss, "Seele" des "Cube", dankte.

Mit der neuen 15 Meter hohen Außenwand erhöht sich die Gesamtkletterfläche des "Cube" um 370 auf 1300 Quadratmeter. Dette freute sich über den "rasanten Aufschwung" des Vereins. "Zehn Jugendgruppen mit Warteliste unterstreichen das Volltrefferangebot, mit dem die jungen Leute Gleichgewicht und Athletik schulen und mit dem nötigen Teamwork auch den sozialen Aspekt erleben", so der OB. In den Anfangsjahren der DAV-Sektion hätte sich sicher niemand vorgestellt, täglich Kletterspaß erleben zu können.

Nickel wies auf den Zuschuss des DAV in Höhe von 25 410 Euro hin. "Der DAV investiert als Solidargemeinschaft gerne in so ambitionierte Kletteranlagen, marschiert hier doch der Nachwuchs in eine gute Zukunft, der nicht nur Leistung anstrebt, sondern dank der Förderung des Selbstwertgefühls und der Übernahme von Verantwortung gleichzeitig auch eine charakterliche Entwicklung erlebt", meinte Adora. "Die Halle braucht die Außenanlage, um auch im Sommer attraktiv zu sein, und weil Klettern seit 2007 auch Schulsport ist, werden hier entsprechende Möglichkeiten geboten", sagte Gunnar Theiß. Weitere Landesleistungszentren gebe es in Kassel und Darmstadt, in Fulda Frankfurt und Gießen sollten weitere entstehen. "Wir brauchen uns keine Sorgen um die Zukunft des Kletterns zu machen."

Gebaut wurde die Anlage von der Firma T-Wall, Architekt ist Architekt Klaus Füner. "Es ist beachtlich, welche Performance der Verein hier in zweieinhalb Jahren hingelegt hat", lobte Füner: "Er ist wahnsinnig gewachsen, hat in allen Sparten profitiert und hat endlich wieder Jugend, die lange Jahre gefehlt hat."

Mit einer Kletterdemonstration des Leistungskaders wurde die Anlage in Betrieb genommen, danach hatten alle Interessenten die Chance, das neue Angebot auszuprobieren.

Quelle: www.mittelhessen.de

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