Mehrtageswanderung auf dem Neckarsteig 2020

Einem schönen Brauch folgend, fand diesmla die Mehrtageswanderung im September auf dem Neckarsteig statt. Die Monate vor der Tour waren aber von Corona überschattet: Sind die Wanderungen überhaupt möglich? Aufenthalt im Hotel in Eberbach, beim Essen, Fahrten mit Bus oder Bahn, Größe der Gruppe?

 

Aber wir hatten Glück mit dem Hotel, den Bus konnten wir vermeiden, in den Bahnen waren nur wenige Menschen und in Baden-Württemberg waren Wandergruppen von 20 Personen erlaubt. Die schöne Landschaft und das wanderfreundliche Wetter trugen dazu bei, dass es trotz Corona eine rundum schöne Tour geworden ist.

Am ersten Tag fuhren wir mit den Heidelberger Bergbahnen auf den Königstuhl. Wir sparten uns dadurch 1.600 Treppenstufen. Je höher wir kamen, desto schöner wurde die Aussicht. Schließlich lagen Heidelberg und die Rheinebene unter uns, mit einem Blick bis zum Pfälerz Wald. Von der Aussichtsterrasse wanderten wir am Hang entlang und unter uns war immer wieder der Neckar mit seinen romantischen Städtchen und Burgen zu sehen. Nach Neckargemünd hinab führt dann ein steiler, steiniger Serpentinenpfad, den wir alle gut meisterten. Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Zug nach Hirschhorn und wanderten nach Eberbach zurück. Hirschhorn ist eines der vielen, schönen mittelalterlichen Städchen am Neckar. Wir gingen durch den ort mit seinen alten Fachwerkhäusern, die terrassenförmig am Neckarhang angelegt wurden. Bald geht es steil bergauf und nach einem kurzen Abstecher zur Klosterkirche erreichten wir die Burg der Herren von Hirschhorn. Von hier hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf Hirschhorn und das Neckartal und konnten das Schleusen eines Lastkahns beobachten. Wir folgten dann lange und steil einem von Buchen und Eichen beschatteten Moos-Pfad. Die Sonne zauberte goldene Flecken in das Grün der Moose. Bald ändern sich die Bäume am Weg. Es sind imponierende Douglasien, die ganz gerade in den Himmel wachsen. Einer dieser Riesen, in der Nähe Eberbachs, ist der zweithöchste Baum Deutschlands! Nach Erreichen der höchsten Stelle des Pfades ging es durch schöne Wälder nach Eberbach hinunter.

Für den letzten Tag hatten wir drei verschiedene Wanderungen geplant, denn zwei davon sind stark abhängig vom Wetter. Aber das war uns gewogen. Wir konnten die Durchsteigung der wildromantischen Margaretehnschlucht wagen. Sie wird als spektakulärste Etappe des Neckarsteigs beschrieben!

Von Neckargerach führt ein aussichtsreicher Weg an hohen Sandsteinwänden entlang zur Margarethenschlucht, die der Flursbach in den Sandstein eingegraben hat. Die acht Wasserfallstufen dieser Schlucht zählen zu den höchsten Deutschlands! Ein steiler Pfad, der als alpin bezeichnet wird, lag vor uns. Dass der Bach kaum Wasser führte kam uns entgegen, denn immer wieder mussten wir ihn überqueren, aber auf den Steinen fanden wir so besser halt. Die zum Teil sehr steilen Stufen und auch der schmale, steile Pfad ist an vielen Stellen mit Seilen gesichert. Schließlich kamen wir alle heil oben an und freuten uns sehr über das sehr schöne und aufregende Erlebnis. Der Rückweg ist sehr steil, aber angenehm zu gehen. Am Ende nahmen wir nach diesen schönen Tagen mit Blick auf den Neckar Abschied.

Text von Gudrun und Gerd Blumenhein

Gruppenbild Eberhard Kopie

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