© Peter Mandler

Bei großer Hitze auf dem Rheinsteig

08.06.2026

Das verlängerte Pfingstwochenende nutzten wir für eine neuerliche Tour auf dem Rheinsteig. In den letzten beiden Jahren waren wir bereits von Assmannshausen bis Vallendar gewandert. Nun ging es von dort aus weiter. Die Wettervorshersage war gut, fast schon zu gut. Temperateuren um dreißig Grad waren angekündigt. Daher waren wir sehr froh, dass unser Abschnitt des Steiges – anders als die meisten anderen Passagen – kaum in unmittelbarer Nähe des Rheines und damit in der prallen Sonne verlief. Vielmehr macht der Rheinsteig hinter Vallendar einen Schwenk ins Hinterland, das zu großem Teil bewaldet ist. So wanderten wir die meiste Zeit im Schatten. Welchen Vorteil das hatte, merkten wir stets dann, wenn der Weg den Wald verließ und durch offenes Gelände führte. Hier erwies sich jede Steigung als äußert schweißtreibend.

Von Vallendar ging es nach Sayn mit seiner Burgruine und dann weiter nach Rengsdorf, bis wir schließlich in Leutesdorf wieder am Rheinufer standen. Während des Weges konnten wir gleich mehrfach Rekonstruktionen des Limes und seiner Wachtürme bestaunen. Aber auch die zahlreichen Sitzgelegenheiten – meist in kleinen Schutzhütten – waren uns zum Pausieren hoch willkommen. Leider gab es auf den Strecken kaum Einkehrmöglichkeiten. Aber das holten wir abends nach und auch das Eisessen kam dabei nicht zu kurz.

Die beiden Nächte verbrachten wir in einem schönen aber trotzdem preiswerten Hotel am Stadtrand von Bendorf, das direkt am Rheinsteig liegt. Vor allem der leckere Kaffee und das nette Personal vermochten uns hier zu überzeugen.

Die drei Tage vergingen wie im Fluge. Viel zu schnell mussten wir uns am Nachmittag des Pfingstmontag in Leutesdorf schon wieder trennen. Aber im nächsten Jahr wird es dann – wahrscheinlich wieder über das Pfingstwochenende – von dort aus weitergehen….

Text und Fotos: Peter Mandler

 

Foto 1: Rheinpanorama bei Neuwied

Foto 2: Schattige Rast im Wald bei Segendorf oberhalb von Neuwied